4Jahres | Traditionen und Hochzeitsbräuche Teil 2: Westfalen
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Traditionen und Hochzeitsbräuche Teil 2: Westfalen

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Traditionen und Hochzeitsbräuche Teil 2: Westfalen

 

In meinem zweiten Teil zu Traditionen und Hochzeitsbräuche bin ich auf interessante Bräuche in Westfalen gestoßen.

Neben dem, dass in Ravensberg (Westfalen) eine Hochzeit nie an einem Montag, Mittwoch oder Freitag stattfindet oder der Bräutigam seine Braut an der Haustüre erwartet mit einem Stück Brot, das in ihrer Brautlade nicht innerhalb eines Monats schimmeln darf, finde ich den folgenden Brauch sehr interessant, den ich erst mal ohne eigene Gedankenansätze wie folgt wiedergebe:

Die Braut fährt noch vor der Trauung in ihr neues Heim, wo sie dann von ihrer Schwiegermutter in Empfang genommen und dreimal um den Herd geführt wird! Die Gäste überreichen danach bereits ihre Geschenke und gemeinsam geht es dann von dort zur Kirche zur eigentlichen Trauung.

Dieses „um den Herd herumführen“ symbolisiert die Aufnahme in die Familie, quasi die Akzeptanz von der Schwiegermutter. So die Tradition. Die Frage ist ja nun, wie soll man solche Tradition heutzutage durchführen?

In der Regel, liebes Brautpaar, lebt Ihr bereits zusammen in einer Wohnung oder einem Haus, das Euch gehört und in dem nie Schwiegermutter gewohnt hat. Demnach kann sie Dich, liebe Braut, auch nicht um den Herd herumführen, er gehört ja bereits Dir. Also fällt schon mal dieser Teil raus.

Was also, soll ich mir jetzt aus dieser Tradition herausziehen und eventuell durchführen?

Ganz einfach: Bleiben wir bei dem Wort SCHWIEGERMUTTER und Einführung in die Familie.

Es ist immer schön, auch die Schwiegermutter mit in die Planungen und in den eigentlichen Hochzeitstag mit einzubinden. Sie verliert ja keinen Sohn, sondern gewinnt eine Tochter dazu. An welcher Stelle Eure Schwiegermutter mit in die Planungen oder den Durchführungen eingebunden wird, bestimmt immer noch Ihr.

Aber ganz außenvorlassen, müsst Ihr sie ja auch nicht. Denn welch wichtige Rolle eine Schwiegermutter einnimmt, zeigt uns ja diese alte Tradition. Und auch wenn das „um den Herd herumführen“ heutzutage ausbleibt, so kann sie doch ihre Aufgaben an diesem Tag übertragen bekommen.

Der Brautvater übergibt ja auch nach wie vor seine Tochter dem Schwiegersohn und bittet ihn, gut auf die Tochter aufzupassen. So könnte ja auch Schwiegermutter die Braut darum bitten, sich gut um ihren Sohn zu kümmern. Ob dies vor dem Altar, dem Standesbeamten oder vor der Kirche usw. stattfindet, bestimmt Ihr.

Hier kommt es immer auf darauf an, liebes Brautpaar und vor allem, liebe Braut, in welchem Verhältnis Ihr zueinander steht. Aber vielleicht ist gerade dieses Entgegenkommen ein neuer Anfang für alle.

Eure Hochzeitsplanerin Ines Göge

Teil 3: Hausschlüssel ergreifen



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