4Jahres | Ich werde 40 und Ihr seid herzlich AUSGELADEN
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Ich werde 40 und Ihr seid herzlich AUSGELADEN

Geburtstag

Ich werde 40 und Ihr seid herzlich AUSGELADEN

Im August feiere ich in diesem Jahr, also dem Corona-Jahr 2020, meinen 40. Geburtstag. Dafür hab ich mir einen Saal angemietet, das Brunch-Catering vorbestellt, ein Coffeebike und Eiswagen bestellt, Musik organisiert, Deko ausgesucht und ganz viele tolle Ideen für meinen runden Geburtstag gesammelt und organisiert. Meine Familie, Freunde und Kollegen haben Save-the-Date-Karten von mir bekommen und natürlich nostalgische Einladungskarten mit den Einzelheiten.

Und nun stehe ich da oder besser gesagt, nun hänge ich da. Und das zwischen den offiziellen Verboten von der Bundesregierung und den Richtlinien des Landes NRW: Großveranstaltungen sind bis 31. August 2020 verboten. Punkt. Aber…Ist mein runder Geburtstag eine Großveranstaltung?

Wie mir geht es vielen von Euch derzeit: Hochzeit, Taufe, silberne oder goldene Hochzeit, Konfirmation, runder Geburtstag.

Dieses Hängen zwischen den Meldungen und Richtlinien, Verboten und Auflagen schlaucht und zerrt an meinen Nerven, an den Nerven von allen.

Die Familie von außerhalb weiß nicht, ob sie noch Hotelzimmer bekommen. Ob die Züge wieder fahren. Ob sie auf langen Autofahrten überhaupt Raststätten anfahren können. Ob sie sich jetzt was Schickes zum Anziehen kaufen sollen oder nicht.
Kann die Floristin kommen, die Visagistin oder die Frisörin? Was kann ich dem Caterer sagen? Was kann ich dem Getränkelieferanten sagen? Was kann ich der Konditorei sagen? Und die nächste Frage: Stehen die Dienstleister überhaupt noch Ende des Jahres für mich zu einem Alternativ-Termin zur Verfügung?

Ich habe meinen runden Geburtstag, den ich groß feiern wollte mit ca. 70 Gästen, schlussendlich abgesagt.

Ich möchte es mir selbst nicht zumuten, meiner Familie nicht und auch den Dienstleistern nicht, zwischen den Stühlen bzw. den Richtlinien, Verboten und den noch vielleicht nachziehenden Auflagen zu hängen. Und ganz bestimmt nicht, möchte ich an Gewissensbissen leiden, ob es (m)eine richtige Entscheidung war, alle eng beieinander zum Feiern in diesem Jahr zusammen zu bringen: Jung und alt und den sogenannten Risikogruppen in einem Saal. Wenn was wäre (!), würde ich mir das nie verzeihen.
Ich habe bis jetzt meine Familie, meine Freunde und meine Kollegen geschützt. Warum also sollte ich nach dem 31.08.2020 damit aufhöhren. Eine Zeit NACH Corona in der Form gibt es nicht. Es ist ein Umdenken und das eben auch bei solchen Feierlichkeiten, vor allem, wenn noch keiner sagen kann, wie es weitergeht.

Ich bin traurig über meine eigene Entscheidung, aber es hat mir eher total viel Stress genommen und lässt mich ruhiger werden. Ich tue mir, meiner Familie und meinen Freunden und meinen gebuchten Dienstleistern eher damit einen Gefallen.

Feiern werde ich dann mit meinem Mann und meinen Kindern, mit einem bunten Geburtstagstisch und einem Kuchen. Ganz klein, aber feierlich. Und meine Planung für das nächste Jahr gehe ich dann im Herbst an.

Ines Göge



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